Am Tag der Entscheidung mache ich keine Fehler!

Lesezeit: 3 Minuten

 

Kennst Du Wolfgang Grupp, den Geschäftsführer von Trigema?

Ich habe ihn mal in einem Interview gesehen und es war ein unvergesslicher und beeindruckender Moment. Er ist ein echter Charakter-Typ und ist mit seiner Art faszinierend, auch wenn ich ihm hinsichtlich Mitarbeiterführung nicht in allem Recht gebe. Er nimmt jedoch kein Blatt vor den Mund und polarisiert.

Herr Grupp ist stolze 79 Jahre alt und ist sehr energetisch. Aus diesem Interview habe ich drei Erkenntnisse gewonnen, die ich unbedingt mit Dir teilen will.

 

Ich mache keine Fehler!

Auf die Frage der Moderatorin: „Herr Grupp, was war ihr größter unternehmerischer Fehler?“ antwortete er, ohne auch nur eine Millisekunde nachzudenken:

„Ich mache keine Fehler“. Erst dachte ich „wie überheblich!“ Aber er ließ seine Antwort nicht unkommentiert und erklärte: „Wenn ich eine Entscheidung treffe, dann ist das in diesem Moment immer gut überlegt und in diesem Moment auch die richtige Entscheidung. Wenn sich später herausstellt, dass die Dinge aufgrund der Entscheidung in eine falsche Richtung laufen, dann muss ich einfach eine neue Entscheidung treffen.“

Das habe ich aus der Aussage für mich mitgenommen: Für Wolfgang Grupp ist es selbstverständlich, dass sich Entscheidungen im Nachhinein als richtig oder falsch herausstellen können. War es deshalb ein Fehler? Nein! Ein Fehler wäre es nur tatenlos zuzusehen und zu jammern, warum man so und nicht anders entschieden hat.

In meiner Praxis und auch unter meinen Instagram-Followern gibt es viele, die mir erklären, warum Entscheidungen und Veränderungen nicht machbar sind und finden jede Menge Gründe gegen Veränderung, ohne dass sie für 1.200 Menschen und Familien Verantwortung tragen. Ich will die Verantwortung für eine Familie mit Kindern, nicht schmälern, doch was würde Herr Grupp wohl zu all‘ den Begründungen sagen? Ich habe da so eine Ahnung.

 

Die Probezeit nutzen!

„Wie gehen Sie mit Kündigungen um?“ war eine Frage. Kündigungen nach der Probezeit gebe es bei Trigema praktisch nicht, meinte Grupp. Trigema nutze die Probezeit intensiv, um zu schauen, ob der Mensch ins Unternehmen und auf den Arbeitsplatz passt. Niemand überlebt die Probezeit, wenn die Leistung und das Verhalten nicht 100% überzeugen.

Das finde ich persönlich konsequent und richtig. Zu oft erlebe ich, wie Unternehmen sich erst halbherzig für einander entscheiden (wir hatten ja keinen besseren), auch in der Probezeit nicht wirklich überzeugt sind (naja, vielleicht bessert er sich noch) und trotzdem weiter mit der Person zusammenarbeiten. Das dicke Ende kommt dann, wenn das Vorhersehbare passiert: Der Mitarbeiter muss gehen. Kündigungen nach der Probezeit sind für alle Beteiligten teuer, schmerzhaft und vergeuden Zeit und Energie aller.

Ein Grund, warum ich Bewerber in der Beratung immer wieder darauf hinweise, dass auch sie genau hinschauen und die Probezeit zum Erproben des Arbeitgebers nutzen und sich nicht an einen Job klammern, obwohl er nicht zu ihnen passt, aber „gutes Geld“ bringt oder Sicherheit. Letztlich wird eine Arbeit und ein Arbeitgeber, die aus falschen Motiven gewählt wurden über kurz oder lang nicht nur unzufrieden machen, sondern auch krank.

 

Vertrauen durch Kontinuität und Authentizität

Wolfgang Grupp ist eine Persönlichkeit. Er polarisiert, er poltert, er vertritt seine, in vielen Punkten ganz besondere Meinung. Man kann sein Auftreten, seine Meinung gut oder schlecht finden. In jedem Fall ist sie aber kontinuierlich und für alle bekannt. Das schafft Vertrauen.

Frag dich doch mal: Können sich andere Menschen darauf verlassen, wie ich handel? Oder bin ich unvorhersehbar? Mal freundlich, gut gelaunt und großzügig, mal cholerisch und geizig? Wolfgang Grupp zeigt seit Jahrzehnten ein sehr klares Bild von seinen Werten.

Für mich kann ich sagen, dass mein Gegenüber immer weiß, was es bei mir erwarten kann. Authentizität ist bei mir Programm, denn meine Werte sind meine Werte und dafür stehe ich auch ein, ob ich dafür ausgelacht werde oder hinter meinem Rücken gelästert wird. Habe ich alles schon erlebt und ändert an meiner Haltung und meinem Sein nichts. Im Gegenteil wünschte ich mir mehr kontinuierliche und authentische Menschen, denn dann wäre das Miteinander ehrlicher und verlässlicher.

Wie sieht Dich Dein Umfeld? Weiß bei Dir jeder, wie Du heute tickst? Kontinuität, Authentizität oder Überraschungspaket?

Einfach mal die anderen Fragen!
Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung stimmen bekanntlich oft nicht überein.

Herzliche Grüße
Dagmar

 

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